Förder-Schock 2026: Bald wird die Wärmepumpe wieder teurer*
Die Förderung steht 2026 auf dem höchsten Niveau. Ein wichtiger Bonus beginnt aber bald zu schmelzen und verteuert den Umstieg Jahr für Jahr.
Wer den Umstieg auf eine Wärmepumpe vor sich herschiebt, rechnet meist mit fallenden Gerätepreisen. Übersehen wird dabei die andere Seite der Rechnung. Der Klimageschwindigkeitsbonus, der heute kräftig mitfinanziert, läuft in seiner vollen Höhe aus. Was über die Jahre an Zuschuss wegbricht, kann jeden Preisrückgang beim Gerät überholen. Damit wird der spätere Einbau unterm Strich teurer statt günstiger.
Der Förder-Schock ist kein neues Gesetz, sondern der eingebaute Ablauf eines Bonus, der heute schon feststeht.
Den größten Hebel bei der KfW 458 bildet der Klimageschwindigkeitsbonus von 20 Prozent. Er gilt für selbstnutzende Eigentümer, die eine alte fossile Heizung gegen eine Wärmepumpe tauschen. Noch bis Ende 2028 wird er in voller Höhe gezahlt.
Ab 2029 beginnt die Abschmelzung. Der Bonus sinkt dann alle zwei Jahre um 3 Prozentpunkte*. Aus 20 Prozent werden 17, in der nächsten Stufe 14, und der maximale Gesamtzuschuss von 70 Prozent rückt damit außer Reichweite.
In Euro gerechnet ist der Effekt deutlich. Bei 30.000 Euro förderfähigen Kosten entsprechen 3 Prozentpunkte rund 900 Euro je Stufe. Wer einige Jahre wartet, verliert allein über diesen Bonus einen vierstelligen Betrag.
Die häufige Hoffnung auf sinkende Anschaffungspreise trägt das nicht auf. Zwar geben die Gerätepreise seit 2023 leicht nach, doch der Rückgang liegt im einstelligen Prozentbereich pro Jahr. Eine schmelzende Förderung von mehreren Tausend Euro wiegt schwerer als ein paar Prozent beim Listenpreis.
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