Der große Wärmepumpen-Mythos
Ein Satz hält sich seit Jahren hartnäckig und hält viele vom Wechsel ab. Im Faktencheck bleibt davon wenig übrig.
Kaum eine Heiztechnik wird so hitzig diskutiert wie die Wärmepumpe. Rund um sie kursieren Behauptungen, die sich gut anhören und bei näherem Hinsehen nicht halten. Der größte Mythos hält ganze Haushalte vom Wechsel ab, obwohl er für die meisten Häuser nicht zutrifft. Ein nüchterner Blick auf die Technik schafft Klarheit.
Der große Mythos lautet, eine Wärmepumpe funktioniere nur im Neubau mit Fußbodenheizung.
Richtig ist, dass eine Wärmepumpe bei niedriger Vorlauftemperatur am effizientesten arbeitet. Eine Fußbodenheizung ist dafür ideal, aber keine Pflicht. Auch viele Altbauten erreichen mit größeren Heizkörpern brauchbare Werte.
Den Ausschlag gibt die Jahresarbeitszahl. Liegt sie bei 3 bis 4, erzeugt die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Genau in diesem Bereich rechnet sich der Betrieb gegenüber Gas, auch im sanierten Bestand.
Der Mythos wird teuer, wenn er zur falschen Entscheidung führt. Wer pauschal abwinkt, verzichtet auf bis zu 70 Prozent Förderung und heizt weiter mit steigenden CO2-Kosten. Wer pauschal zugreift, riskiert eine schlecht geplante Anlage.
Den Unterschied macht die Vorlauftemperatur des konkreten Hauses. Liegt sie unter 55 Grad, ist eine Wärmepumpe meist wirtschaftlich. Diese Zahl kennt kaum ein Eigentümer, ohne dass jemand sie ermittelt.
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Der Vergleich oben hilft, den Mythos vom Fall zu trennen. Sie tragen Ihr Haus mit seinen Eckdaten ein. Danach kommen mehrere Einschätzungen statt einer Verkaufsmeinung. So sehen Sie, ob sich Ihr Gebäude eignet. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
Statt sich auf Stammtisch-Wissen zu verlassen, bekommen Sie eine konkrete Antwort für Ihr Objekt. Das trennt die Häuser, bei denen sich der Umstieg lohnt, von den wenigen, bei denen Vorsicht angebracht ist.
Die Anfrage kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Sie prüfen erst, ob sich der Wechsel rechnet, und entscheiden dann.
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