Wie eine Wärmepumpe funktioniert: einfach erklärt
Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme, sie holt sie aus der Umgebung. Wer das Prinzip versteht, erkennt schnell, ob sich sein Haus eignet.
Über kaum eine Heiztechnik gibt es so viele Halbwahrheiten wie über die Wärmepumpe. Dabei ist das Grundprinzip schnell erklärt und älter, als die meisten denken. Eine Wärmepumpe verbrennt nichts, sondern verschiebt vorhandene Wärme von draußen nach drinnen. Wer versteht, wie das funktioniert, kann viel besser einschätzen, ob sich die Technik für das eigene Haus rechnet.
Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank, nur in die andere Richtung: Sie transportiert Wärme, statt sie zu verbrennen.
Das Thema ist gerade jetzt relevant, weil die Förderung hoch ist und die Reform des Heizungsgesetzes viele verunsichert. Wer die Technik versteht, fällt nicht auf jede Schlagzeile herein und urteilt auf einer sachlichen Grundlage.
Im Kern arbeitet die Wärmepumpe mit einem Kältemittelkreislauf. Ein Verdichter hebt die aufgenommene Umweltwärme auf eine höhere Temperatur, mit der sich Räume und Warmwasser beheizen lassen. Aus einer Kilowattstunde Strom werden bei guter Auslegung drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Dieses Verhältnis heißt Jahresarbeitszahl.
So weit die Theorie. In der Praxis hängt die Effizienz stark vom konkreten Haus ab, vor allem von der nötigen Vorlauftemperatur. Genau deshalb lohnen sich pauschale Urteile über die Wärmepumpe selten.
Sinkt die Jahresarbeitszahl im Betrieb auf 2,5, braucht dieselbe Wärmepumpe spürbar mehr Strom als eine gut geplante Anlage mit Wert 4. Wer von Anfang an sauber auslegt, sichert sich beim Tausch im Bestand über die KfW 458 bis zu 70 Prozent Zuschuss, in Summe bis zu 21.000 Euro je Wohneinheit*.
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